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Page history last edited by Martin Lindner 1 year, 6 months ago

Projekt: "Unternehmen 2.0 in Plain Deutsch"


 

Worum geht es?

 

Hier geht es einfach darum, eine knappe und realistische Darstellung zu den Möglichkeiten und Schwierigkeiten von
"Unternehmen 2.0" zu verfassen, die den deutschen pragmatischen Mittelständler anspricht. (Und auch den "pragmatischen Mittelständler" in uns allen!)

"Mittelständler" heißt hier soviel wie: Entscheider in kleinen & mittleren Unternehmen und Organisationseinheiten,
deren Geschäft wenig zu tun hat mit ICT und dem Web, mit um die 10, 50, 150 bis ca. 250 Leuten.


(Prototypische Profilskizzen hier beisteuern. Und hier ist die Index-Seite des Projekts, als Startpunkt für die, die mitschreiben wollen. Anregungen, Ideen, Einwände am besten hier unten als Kommentar anfügen. Und hier Links beisteuern zu relevanten Blogposts usw. Rechts finden sich zwei Links zu Grundsatztexten.)

 

Die skeptische Stimme der prototypischen Mittelständler sagt nämlich:

 

"Enterprise 2.0? Klingt ja irgendwie interessant, aber was soll ich mit dem neumodischen Zeugs? Wikis, Blogs? 'Feeds'?
Das Spielzeug, das die begeisterten Social Media-Apostel da den Bekehrten predigen, hat doch mit unserer Alltagspraxis gar nichts zu tun.

Wozu soll das gut sein im alltäglichen Routine-Durcheinander? Warum sollen wir uns das auch noch aufladen, als Zusatzlast?"

 

Und damit haben sie erst einmal Recht.

 

Wenn man einen deutschen Artikel über "Enterprise 2.0" wie den hier von der Wirtschaftswoche (hier im Wiki wesentliche Stellen, mit eigenen Kommentaren und Annotatione) liest, wird wohl kein Skeptiker umgestimmt. Wir kennen jedenfalls keine gut lesbare, deutschsprachige Darstellung, die überzeugend zeigt,
die diese Einwände widerlegen. Obwohl wir sicher sind, dass es gute Antworten gibt.

 

Warum funktioniert der "Enterprise 2.0"-Diskurs nicht gut?

 

Das liegt daran, dass der "Enterprise 2.0"-Diskurs bisher zwei Strömungen hat, die wenig Bezug haben zur Erfahrungswelt von Leuten,
die sich als Praktiker verstehen:
die Perspektive der Großorganisationen,die Information, Wissen, Netzwerke und Produktivität "managen",
und die Perspektive von Leuten & Firmen mit ungewöhnlich starker ICT- und Web-Affinität:


  1. Ein Teil des Diskurses dreht sich um Großunternehmen und Großorganisationen. Die haben eigene Abteilungen,
    die sich auf hochabstrakter Managementebene Gedanken machen über "Informationsfluss", "Wissensmanagement"
    und den meßbaren Zusammenhang mit Zahlen und Kurven, die "Produktivität" darstellen.

    Information, Wissen,
    Netzwerke, Produktivität: Das alles gibt es auch bei Mittelständlern, aber eben nicht als abstrakte, eigens gemanagete Ebene.
    (Es kann übrigens durchaus sein, dass das Fehlen von diesbezüglichem Management ein Feature ist und kein Bug.)

  2. Der andere Teil des Diskurses kreist um ICT-Geeks und Web-Avantgardisten. Die meisten Erfolgsgeschichten des "Enterprise 2.0"
    kommen ja aus Unternehmen, die selbst eine Nähe zu IT oder dem Web haben. Und die Evangelisten gehören selbst zu der recht
    kleinen Zahl von WissensarbeiterInnen, die selbst bereits IM Web leben und für die der permanente dynamische Informationsfluss
    selbstverständlich ist.

    Wohlgemerkt: Die Avantgardisten-Perspektive ist, wenn sie richtig verstanden wird, sehr wohl nötig. Sie enthält im Kern bereits

    die einfachen Formen, die gerade auch für die stinknormalen User nützlich sein könnten. Trotzdem: Es fehlt an der Bereitschaft,
    sich radikal auf die "user-zentrierte Perspektive" einzulassen, obwohl das ja gerade die Kernidee des Web 2.0 ist. Die täglichen
    Aufmerksamkeitsströme und intuitiven Verhaltensweisen der eMail-Abhängigen sind ebenso unerforscht wie die der Praktiker,
    die eine Aversion gegen Büros und QWERTZ-Keyboards haben und eher Mündlichkeits-Junkies sind.

 

 

Comments (2)

Martin Lindner said

at 10:36 am on Jul 15, 2010

So. Jetzt lasse ich das erstmal so stehen. Ab jetzt werde ich meine vermnischten Nozizen hier einfüllen: Dann kommt wenigstens am Ende was Konkretes heraus. Alle sind herzlich eingeladen mitzumachen.

Rainer Helmes said

at 10:54 am on Jul 15, 2010

Danke für die Einladung!

Das Wiki sieht sehr gut aus ... wichtig ist, dass sich auch viele Praktiker - und auch Kritiker - zu Wort melden.

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